RECENT WORKS ISO 5

Photo Series, 8 Archival Pigment Prints, silicone lamination mounted behind matte acryl glass, 140 x 100 cm, 2017

The series ISO 5 investigates the human role in high-end technology production facilities: the photographs for this series were taken in 2016 in the cleanrooms of Globalfoundries Inc. in Dresden, Germany, one of the largest semiconductor ("computer chip") foundries in the world.

The title of the series refers to the specific cleanroom class of the facility in Dresden where the photos for this series were taken. Here, an entire manufacturing facility iscontained within a cleanroom covering thousands of square meters with factory floors. The air which enters any cleanroom from outside is filtered to exclude dust, the personell enters and leaves through airlocks and is required to ear protective clothing such as hoods, face masks, gloves, cleanroom shoes and coveralls.  As lithography plays a decisive role for the chip manufacturing’s process the majority of the production facility is lit with yellow light to avoid interference with UV light during the production.

"(...) Die Bil­der leuch­ten wie Tur­ner-ge­mäl­de, in ei­nem gold-gel­ben Schim­mer. Doch von Ro­man­tik könn­ten sie kaum wei­ter ent­fernt sein, die Auf­nah­men, die Ni­k­las Gold­bach bei Glo­bal­foundries in Dres­den ge­macht hat. Hel­le Hal­len, hel­le Gän­ge, al­les in Gelb ge­taucht. Men­schen in Schutz­an­zü­gen be­völ­kern die­se Rein­raum-welt, zu der nur we­ni­ge Zu­tritt ha­ben. Denn bei Glo­bal­foundries im Dresd­ner Nor­den wer­den Halb­lei­ter her­ge­stellt, die wich­tigs­ten Baustei­ne für un­ser wich­tigs­tes Werk­zeug: den Com­pu­ter. Mit­hin wirft Gold­bach da­mit auch den Blick auf et­was fast Ge­heim­nis­vol­les, auf das, was die heu­ti­ge Welt im In­ners­ten nicht nur zu­sam­men­hält, son­dern sie per­ma­nent an­treibt. Und die Far­be ist da­bei, im völ­li­gen Ge­gen­teil zu Tur­ner, gänz­lich den Fra­gen ei­ner ef­fi­zi­en­ten Pro­duk­ti­on ge­schul­det: Das gel­be Licht ist zu en­er­gie­arm, um die emp­find­li­chen Fo­to­la­cke zu be­ein­flus­sen, die wie­der­um in ih­rer je­wei­li­gen Be­ar­bei­tung den Halb­lei­ter erst ent­ste­hen las­sen. An­ders ge­sagt: Phy­sik statt Ro­man­tik.
Gold­bach stellt sei­ne Ar­bei­ten un­ter dem Ti­tel „Trust“in den Tech­ni­schen Samm­lun­gen aus: fünf Se­ri­en, die 33 Bil­der um­fas­sen, da­zu drei Vi­de­os. Der Fo­to­künst­ler, der in Berlin lebt, ist der mitt­ler­wei­le fünf­te Ge­win­ner des Dresd­ner Sti­pen­di­ums für Fo­to­gra­fie, das seit 2008 al­le zwei Jah­re ver­ge­ben wird. Da­bei hat er sich 2016 ge­gen mehr als 70 Be­wer­ber durch­ge­setzt und noch im sel­ben Jahr drei Mo­na­te in Dres­den ver­bracht.
Trust al­so – Ver­trau­en. In wen, in was? Ins Funk­tio­nie­ren der Welt? In die Funk­ti­on, die wir in ihr ein­neh­men? Auf die wir – sie­he Gold­bachs Rein­raum-fotos – oh­ne wei­te­res re­du­zier­bar sind, schlim­mer noch: vi­el­leicht bald ver­zicht­bar. All das, was er fo­to­gra­fisch bei Glo­bal­foundries ab­ge­lichtet hat, könn­te ir­gend­wann schließ­lich auch ganz oh­ne Men­schen ab­lau­fen. Wie ge­sagt, weit und breit nichts zu se­hen von ei­ner ro­man­ti­schen Vor­stel­lung." Auszug aus: Torsten Klaus, "Keine Romantik, bitte", Dresdner Neueste Nachrichten, 14 November 2017
 

SLIDESHOW

 

EXHIBITION VIEWS:

Exhibition views:
TRUST, Technische Sammlungen Dresden, 14.September - 26. November 2017
Curated by Dr. Andreas Krase