NIKLAS GOLDBACH FRONT TO BACK/BACK TO FRONT
2 Digital Pigment Prints on Photo Archive Paper, framed (black), 48 x 60 cm, 2009

2005 erfindet Niklas Goldbach eine männliche Figur, die er als ‚Platzhalter' oder ‚Stellvertreter' bezeichnet und die in allen seinen Videos den Prototyp des zeitgenössischen Städters verkörpert. Bekleidet mit weißem Hemd und schwarzer Hose ist er ein ‚Jedermann', der Kellner, Angestellter, Banker oder Chef sein könnte. Meist ist es der Künstler selbst, der sich wie in Ten in einem spezifischen architektonischen Ambiente oder in der Natur filmt, um sich dann in der digitalen Postproduktion zu klonen, sodass er vielfach multipliziert zum Einsatz kommt. Wie in Traumsequenzen bewegt er sich verloren, fremdgesteuert und orientierungslos durch leere, postmoderne Städte, deren sozial-politische Aspekte der Künstler immer wieder thematisiert und die die Stellvertreterfigur stumm kommentiert. Sie fungiert als Gleichnis einer markt- und konsumorientierten Gesellschaft von gleichgeschalteten, marionettenhaften Individuen, deren persönlicher Entscheidungsspielraum längst von manipulativen, öffentlich agierenden Gruppierungen unterlaufen wurde. Dementsprechend zeigt Goldbach in dem digital erstellten Fotodiptychon Front to Back / Back to Front (2009) seine Figur jeweils einmal von vorne und von hinten als kopflose Kleiderpuppe.

Dr. Beate Ermacora, Katalogtext Der Spiegel des Narziss, Galerie im Taxispalais, Innsbruck, 12/2012

EXHIBITION VIEWS

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Exhibition 1
Exhibition 2
Exhibition 3
Exhibition views: Der Spiegel des Narziss. Vom mythologischen Halbgott zum Massenphänomen, Galerie im Taxispalais – Galerie des Landes Tirol, 01.12.2012–10.02.2013. Curated by Beate Ermacora & Maren Welsch
 

FRONT TO BACK/BACK TO FRONT

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2 Digital Pigment Prints on Photo Archive Paper, framed (black), 48 x 60 cm, 2009

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Exhibition views: Der Spiegel des Narziss. Vom mythologischen Halbgott zum Massenphänomen, Galerie im Taxispalais – Galerie des Landes Tirol, 01.12.2012–10.02.2013
Curated by Beate Ermacora & Maren Welsch